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Seite 1 von 2 Morgantina (Aidone)
Einer der sicherlich sehenswertesten Orte des sizilianischen Binnenlandes ist dieantike griechische Stadt Morgantina. Die zahlreichen Quellen, in denen Morgantina erwähnt wird, sind der Beweis für seine Wichtigkeit. Zu den Informationen aus den literarischen Quellen kommen auch die Fundstücke hinzu, die bei archäologischen Ausgrabungen wiederentdeckt wurden. Die Stadt erstreckt sich über eine kleine Ebene, die von niedlichen Hügeln eingregrenzt ist. Im Zentrum dieser Ebene befindet sich Agorà, das von dem "Colle della Cittadella" überragt wird. Bevor der Ort von den Griechen besiedelt wurde, gab es hier auch Besiedelungen aus dem Bronzezeitalter. Im 9 Jhd. v. Chr. kamen die Morgeten an (von denen auch der Name Morgantina herrührt). Zeugnisse aus diesem Zeitraum der Kolonisierung dieses Volkes kann man auf Akropolis finden: quadratförmige Hütten die einem landwirtschaftlichen Dorf angehören. Im 4 Jhd. v. Chr. vergrößerten die Calcidesischen Siedler aus Catania den Ort. Während der punisischen Kriege 211 v.Chr. , verbündet sich Morgantina mit den Karthagern und besiegelte damit seine Zerstörung durch die Römer. Entlang der Grenzlinien des Gebietes sind noch die antiken Umfassungsmauern zu sehen. Die Mauern beinhalten außer ein paar Schutzwällen keine Türme und sie öffnen sich an vier Stellen. Auf der Akropolis, findet man außer den bereits oben erwähnten Hütten noch antike Reste der Stadt, die "Area Sacra" mitinbegriffen. Die "Area Sacra" besteht aus kleinen Tempeln und dem "Naiskos Arcaico", einem großen etwa 32 Meter langen Tempel aus dem 6. Jhd. v.Chr. Zu Füßen des Hügels Akropolis liegt das Wohnviertel. Hier sind luxuriöse Beispiele für Wohnstätten mit Mosaikböden und mit Fresken an den Wänden entdeckt worden: das Haus "Casa del Capitello Dorico", berühmt für seine Mosaik-Inschrift "EYEKEY" auf dem Boden; das Haus "Casa di Ganimede", dessen Namen von dem im Inneren entdeckten Mosaikes herrührt, welches die Entführung von Ganimede darstellt; andere bemerkenswerte Wohnstätten sind die Häuser "Casa dei Capitelli tuscanici" und "Casa del Magistrato", beide ebenfalls bekannt für seine Mosaiken und Wände. Der interessanteste Teil der Morgantina ist mit Sicherheit die auf zwei Ebenen aufgeteilte Agorà (der untere Teil war für heilige Rituale bestimmt, der obere für kommerzielle und öffentliche Zwecke).
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